Sustainable Trend Report
Mode
04
JUL '22

Nachhaltigkeit-Trends: Innovationen im Bereich Mode

Von umweltbewussten Konsumenten bis hin zu innovativen Start-ups - die Modeindustrie verwandelt und entwickelt sich stets weiter. Neugierig, was sich in den nächsten Jahren alles verändern wird? De Bijenkorf hat die Nachhaltigkeitsmesse Neonyt in Frankfurt besucht und hier die wichtigsten Entwicklungen für Sie aufgelistet.

Geschrieben von
JessicaContent Creator Nachhaltigkeit

1. Entwickelt für die Kreislaufwirtschaft

Materialrecycling ist in der Modeindustrie bereits ein bekanntes Phänomen. So verwandelt AYA Label Meeresabfälle in Bademode und Maium stellt aus alten PET-Flaschen Regenjacken her.

Jetzt experimentieren Bekleidungsmarken mit neuen Wegen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Sie schließen sich mit Technologie-Start-ups zusammen, um Innovationen wie Knöpfe mit NFC-Tags und Kleidungsetiketten mit QR-Codes zu entwickeln. Diese liefern alle Informationen über die Materialien eines Kleidungsstücks, um den Recyclingprozess zu automatisieren und die Wiederverwendung von Rohstoffen zu optimieren.

Alle Fotocredits: ©️ Neonyt/Dita Vollmond

Hergestellt aus recycelten Materialien

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2. Upcycling

Upcycling ist die Umwandlung von (alten) Materialien in neue Produkte. Auf diese Weise bleibt der Wert des Materials gleich oder steigt sogar. Was jahrhundertelang als selbstverständlich galt, wird nun von der Generation Z wiederbelebt, die unzählige DIYs auf der Social Media Plattform TikTok teilt. Das Ergebnis? Einzigartige Items, die sonst niemand anderes besitzt. Große Marken greifen diesen Trend auf und bringen Upcycling-Kollektionen auf den Markt, wie zum Beispiel Tommy Hilfiger's Remixed Kollektion.

3. Virtual Reality

Bei technologischen Entwicklungen wie dem Metaverse denkt eventuell nicht jeder sofort an Kleidung. Jedoch hat die virtuelle Realität ein enormes Potenzial, die Modeindustrie nachhaltiger zu machen. Durch die Anfertigung digitaler Samples kann beispielsweise der Materialverbrauch in der Entwurfsphase reduziert werden. Aber der Trend geht noch weiter... Experimente mit VR-Modenschauen sind bereits in vollem Gange und innovative (Luxus-)Marken schmieden bereits Pläne für digitale only Kollektionen.

4. Lokale Produktion

Während die Produktion in den letzten Jahren hauptsächlich in asiatische Länder ausgelagert wurde, erlebt die Produktion vor Ort ein Comeback. Mit der Wiederbelebung kleiner Ateliers werden nicht nur die CO2-Emissionen langer Transporte gespart, sondern auch neue Verbindungen zu den Herstellern unserer Kleidung geschaffen.

Dies wird durch die sozialen Medien verstärkt, wo die Konsumenten nun selbst mit in den Entstehungsprozess einbezogen werden. Dadurch legt der Konsument automatisch mehr Wert auf handwerkliches Können, schätzt die Items umso mehr und investiert mehr in deren nachhaltige Pflege.

Handwerk aus Europa

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5. Der Welt etwas zurückgeben

Neue Marken geben den Ton an und haben eine wichtige Aufgabe, nämlich die Welt etwas besser zu machen. Unter dem Motto ''trade not aid'' engagiert sich beispielsweise O My Bag für faire Löhne und soziale Projekte in Indien und Marie Stella Maris spendet einen Teil des Umsatzes für nachhaltige Wasserprojekte. Die Zukunft? Noch mehr Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Regierungen und Konsumenten, um die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gemeinsam zu erreichen.

Marken mit sozialen Initiativen

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